Die Königin Elisabeth ODER Frühstück mit der Queen

Immer wenn ich von der englischen Königin höre oder ein Foto von ihr sehe, muss ich an eine Begebenheit aus meiner frühen Kindheit denken. Elisabeth II war mir schon damals als Person vertraut, weil ihr Portrait oft genug die Titelblätter der Zeitschriften zierte, die meine Großmutter zu lesen pflegte.

Meine Mutter war damals geschieden und alleinerziehend. Materiell bewegten wir uns am Existenzminimum. Da war es eine glückliche Fügung, dass eine Verwandte auf einer Kinderstation arbeitete und uns mit den Essensresten aus der Krankenhausküche versorgte.

Das Beste daran waren immer die winzigen Alu-Töpfchen mit Nuss-Nougat-Creme. Sie waren silberfarben und braun und hatten einen Deckel zum Abziehen.

Ich weiß, in der kindlichen Erinnerung sind viele Dinge größer als in der Wahrnehmung eines Erwachsenen, aber diese Döschen waren schon damals sehr, sehr klein. Da ich mir diese Schätze auch noch mit meinem Bruder teilen musste und es nie sicher war, ob und wann es Nachschub geben würde, war klar, dass es pro Frühstück und Kind genau EIN solches Töpfchen gab. Das war wirklich sehr wenig, wenn man bedenkt, wie gut das geschmeckt hat. Eigentlich war es die Ration für einen halben Toast oder ein sehr kleines Brot

Ich habe mir dann oft gedacht: „Die Königin Elisabeth darf zum Frühstück bestimmt ZWEI von diesen Nuss-Nougat-Creme-Töpfchen essen.“

Mein Berufswunsch war somit klar. 🙂

Nuss-Nougat-Creme

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