Lady Cardington und ihr Gärtner – 3. Kapitel

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Das 3. Kapitel von „Lady Cardington und ihr Gärtner“ – wie versprochen! 🙂

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Lady Cardington und ihr Gärtner – 2. Kapitel

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Das 2. Kapitel von LADY CARDINGTON UND IHR GÄRTNER – wie versprochen! 🙂

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Empathie ODER Darf man alles tun, was man tun kann?

Gewalt lähmt mich und macht mich sprachlos. Deshalb war mein letzter Blog-Eintrag zum Thema „Je suis Charlie“ für meine Verhältnisse sehr kurz ausgefallen:

„Jeder, der schreibt, zeigt die Dinge der Welt durch seine Augen. Schließlich gibt es durch unser aller Individualität auch so etwas wie WAHRNEHMUNGSFREiHEIT! Und: Die Gedanken SIND frei und müssen es auch bleiben dürfen!“

Zum ersten Mal habe ich von diesem Attentat gehört, als ich vor dem Fernseher saß. Es wurden Bilder gezeigt von den ermordeten Journalisten und von ihren Islam-Karikaturen. Spontan entwich mir der Satz: „Na, die haben das auch ganz schön provoziert!“

Im zweiten Moment war ich über meine Reaktion erschrocken. Immerhin sind dort 12 Menschen ermordet worden, die nur ihren Beruf ausgeübt haben. Sie standen für die Presse- und Meinungsfreiheit in der demokratischen Welt.

Inzwischen hat sich meine Schockstarre etwas gelöst und ich kann nun klarer in mich hineinfühlen. Eine Woche nach den Ereignissen kann ich sagen: Die Wahrheit ist, ich kann an diesem schrecklichen Kapitel Geschichte REIN GAR NICHTS verstehen.

Ich verstehe weder, warum man seinen Glauben derart nach außen leben muss, dass man nur noch darauf reduziert wird, noch, warum man einen Beruf ausüben möchte, in dem es darum geht, den Finger – am besten gleich die ganze Hand! – in die Wunden anderer Menschen zu legen, um diese zu provozieren oder zu verletzen.

Mein Glaube ist meine höchstpersönliche Angelegenheit. Er ist Teil meiner Art und Weise, mein Leben zu leben und meine Mitmenschen zu behandeln. Er hat Einfluss auf mein Verhalten. Aber ich bin nicht mein Glaube. Er ist nur ein Teil von mir. Ein Teil, den ich nicht zu Markte trage, oder an den Pranger stelle, damit andere sich darüber auslassen. Ich diskutiere ihn auch nicht.

Für mich sind sämtliche Religionen die Annäherung an Gott aus verschiedenen Lebenssituationen und Perspektiven heraus. Womit wir wieder beim Thema „Individualität und Wahrnehmungsfreiheit“ wären. Ich bin mir dennoch sicher, dass alle denselben Gott meinen. Eigentlich ist es ganz einfach.

Der nächste Punkt ist schon schwieriger.

Darf ich alles tun, was ich möchte, nur weil ich es kann oder es mir meine berufliche Stellung erlaubt?

Im Fall Charlie Hebdo:

Darf ich bewusst Menschen für ihren Glauben provozieren und dabei in Kauf nehmen, dass ich sie damit verletze?

Darf ich Menschen gezielt in einem Massaker hinrichten, weil sie mich durch ihr Tun absichtlich verletzt haben?

Ich würde diese beiden letzten Gewissensfragen mit NEIN beantworten. Aber ich bin froh, dass ich sie nicht beantworten muss, da ich weder Satiriker noch potenzieller Attentäter bin.

Aber wenigstens die erste Frage kann ich für mich eindeutig beantworten:

Ja, ich darf machen, was ich möchte und kann – solange ich damit nicht Übergriffe auf die Würde oder das Leben eines Lebewesens verübe. Und damit bin ich selbst auch gemeint. Auch mich selbst habe ich vor Übergriffen zu schützen.

Wann und wo wird Würde verletzt? Auch da gehen die Meinungen und Empfindungen auseinander. Sprich: Das ist etwas, das jeder mit seinem Gewissen vereinbaren muss. In der Vergangenheit gab es einige Situationen, die mir persönlich gegen den Strich gingen, von meinen Mitmenschen dagegen frenetisch bejubelt wurden:

„Körperwelten“ – Als Mutter von (damals) drei kleinen Kindern konnte ich mir keine tote, aufgeschnittene Hochschwangere ansehen, auch wenn diese mit ihrem Einverständnis ausgestellt war.

Die Babyfotos von Anne Geddes – Zuckersüß und millionenfach verkauft. Aber nicht an mich! Für mein Empfinden gehörten (und das tun sie immer noch!) Neugeborene nicht stundenlang in ein gleißend helles Fotostudio, wo sie zurechtgemacht und hindrapiert werden, sondern eher in den schützenden Raum eines Tragetuchs. Auch wenn die Mütter noch so begeistert waren! Für mich fühlte sich das immer verkehrt an. Wie eine Form von Missbrauch, weil sich die Babys nicht dagegen wehren konnten.

Auch finde ich, dass es zwar in Ordnung ist, Ultraschall einzusetzen, um eine Schwangerschaft festzustellen etc.. Aber einen Embryo oder ein ungeborenes Kind bis in die letzte Pore und Wimper hochaufgelöst fürs Familienalbum abzulichten – ohne medizinische Notwendigkeit – geht mir zu weit. (Zu weiteren Dingen, die den medizinischen „Fortschritt“ betreffen, werde ich mich hier nicht weiter auslassen.)

Gerade fällt mir auf, dass die letzten Punkte alle etwas mit dem Thema „Baby“ zu tun hatten … 🙂 Ähnlich wie mein Glaube, ist auch mein Muttersein zu einem Teil meines Lebens geworden. Es hat mich ungemein geprägt und meinen Sinn für Verantwortung und Empathie geschärft.

Aber man muss sich trauen, Mitgefühl zu haben – mit sich und anderen! Selbst wenn das bedeutet, dass man allein gegen den Strom schwimmen muss.

Asterix in Trauer

Ein weiterer interessanter Blog-Artikel zum Thema, geschrieben von einem Blogger, den ich sehr schätze:

https://thomasbrasch.wordpress.com/2014/12/18/jetzt-kommt-mal-wieder-runter-und-zeigt-dass-das-netz-mehr-kann-als-hame-verbreiten/#comment-342

Wahrnehmungsfreiheit

Ein sehr lesenswerter Artikel zu dem Thema, das gerade die ganze Welt berührt:

aufruf-der-zeitungsverleger-wehren-wir-uns-13361546.html

Absolut richtig! Man KANN es nicht jedem recht machen oder jedermanns Geschmack treffen. Und das MUSS man auch nicht!

(Selbst wenn man Liebesromane schreibt, mit denen sich NIEMAND auf den Schlips getreten fühlt.)

Jeder, der schreibt, zeigt die Dinge der Welt durch seine Augen. Schließlich gibt es durch unser aller Individualität auch so etwas wie WAHRNEHMUNGSFREiHEIT!

Und:

Die Gedanken SIND frei und müssen es auch bleiben dürfen!

‪#‎CharlieHebdo‬
‪#‎JeSuisCharlie‬

je suis Charlie2

Espressomania  ODER Bekenntnisse einer Genießerin

Eigentlich wollten wir nur einen neuen Einsatz für unseren alten Siebträger kaufen.

Auf der Suche danach fanden wir uns in einem Mekka für Kaffee- und  –maschinenliebhaber wieder. Schon beim Betreten des Geschäfts umschmeichelte uns ein hypnotisierender Duft. Um uns herum funkelten Apparate, die alle ein wenig an die gute, alte Dampfmaschine erinnerten, sprich: äußerst komplex und schier unbedienbar aussahen.

Eine freundliche Dame bemerkte unsere Verwirrung und klärte uns bereitwillig über die verschiedenen Vorzüge der Exponate auf. Dabei fielen Begriffe wie: E61-Brühgruppe – Scheibenmahlwerk – Bezug – Channeling – Grind on demand – Duschsieb – Manometer – Tamper – Kegelmahlwerk – Einkreiser – Zweikreiser – …

Etwa eine halbe Stunde und drei unglaublich leckere Espressi später schwirrte es mehrkreisig in meinem Kopf und ich ertappte mich dabei, dass ich Fragen wiederholte.

Einen Espresso zu bereiten ist also nicht nur hochkompliziert – Es ist eine Kunst, vielmehr eine Wissenschaft. Bis zu diesem Zeitpunkt dachten wir, es genüge (immerhin frisch gemahlenes) Kaffeemehl in einen Einsatz zu füllen, den Inhalt an einem Stutzen festzudrücken und dann einen Schalter zu bedienen. An die Tatsache, dass die braune Brühe, die unten herauslief, nie so gut schmeckte wie in bestimmten Restaurants oder Cafés, hatten wir uns gewöhnt und sie nicht weiter in Frage gestellt.

Das war vor ein paar Tagen.

Tja, was soll ich sagen … Seitdem haben wir ein neues Hobby: Wir ermitteln den idealen Mahlfeinheitsgrad unser Lieblingsbioespressobohnen im Verhältnis zur Füllmenge im Siebträgereinsatz. Außerdem zum Tamperdruck, zur Kesseltemperatur und zum Brühdrück dieser Dampfmaschine, damit in der idealen Zeitspanne und unter idealem Brühdruck die ideale Espressomenge mit der idealen Crema unser chromblitzendes, neues Küchenschmuckstück verlassen kann. Gottseidank hat mein Mann gerade Urlaub, sonst müsste ich diese Kaffeemengen alleine verkosten.

Und heute haben wir ihn gebraut, unseren Idealespresso!

Ab sofort könnte ich zu diesem Thema Vorlesungen an der Universität halten. Meine Lieblingsformulierung würde lauten: „Leerbezug für die Brühgruppe“. Und das Beste daran ist, ich weiß auch noch, was das bedeutet und warum das wichtig ist.

Ich  könnte aber auch bei Facebook eine Brühgruppe gründen …

Auf jeden Fall freue ich mich schon auf morgen und auf meinen erstens Espresso des Tages! 🙂

P.S.: Was ich an dieser Stelle höchst ungern erwähne, ist, dass ich einer Italienerin davon erzählt habe. Wild entschlossen, ihr bei nächster Gelegenheit einen Wahnsinns-Espresso zu kredenzen, eröffnete ich sozusagen ein Fachgespräch. Sie schwärmte mir dabei von ihrer kleinen 20-Euro-Alu-Espressokanne vor, die angeblich den besten Espresso der Welt macht und sich auf jedem italienischen Herd befindet … image1